Der britische Energiekonzern BP hat einen neuen Chef. Nachdem Bernard Looney im September mit sofortiger Wirkung zurückgetreten war, wurde Interimschef Murray Auchincloss nun dauerhaft zum CEO ernannt. Das gab das Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung bekannt.
Auchincloss, der bereits seit September das Ruder bei BP leitet, wird zudem weiterhin Mitglied im Verwaltungsrat bleiben. Seine Ernennung zum permanenten CEO sei das Ergebnis eines gründlichen und wettbewerbsintensiven Auswahlverfahrens, erklärte Verwaltungsratschef Helge Lund. Eine Reihe hochkarätiger Kandidaten wurde dabei eingehend geprüft. Der Verwaltungsrat ist überzeugt, mit Auchincloss die richtige Führungspersönlichkeit gefunden zu haben.
Der langjährige Vorsitzende Looney trat aus persönlichen Gründen zurück, nachdem frühere Beziehungen zu Kollegen bekannt wurden. Seitdem führte Auchincloss den Energiekonzern erfolgreich durch eine Phase der Umstrukturierung und erfreute sich dabei sowohl unter Mitarbeitern als auch im Verwaltungsrat großer Beliebtheit.
BP, eines der weltweit größten Energieunternehmen, hat sich in den letzten Jahren verstärkt auf erneuerbare Energien ausgerichtet und versucht, seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Dabei stand Looney im Mittelpunkt der umfangreichen Transformationsbemühungen. Unter dem neuen CEO Auchincloss wird erwartet, dass diese Strategie fortgesetzt wird.
Die Aktien des britischen Konzerns reagierten positiv auf die Nachricht und legten um über 2 Prozent zu.