08. Januar, 2026

Sports

Borussia Dortmund: Strategische Überlegungen bestimmen Wintertransferpolitik

In einem überraschenden Schritt hat Borussia Dortmund beschlossen, in der bevorstehenden Wintertransferperiode auf neue Spielerakquisitionen zu verzichten. Sebastian Kehl, der Sportdirektor des Vereins, erläuterte während des derzeitigen Trainingslagers in Marbella, dass der Fokus des Clubs bis zum Ende der Transferfrist Anfang Februar ausschließlich auf potenzielle Spielerverkäufe liegen werde. Diese Entscheidung markiert eine signifikante Abweichung von der bisherigen Vorgehensweise des Vereins, der in vorherigen Jahren in den Wintermonaten wegen Verletzungsengpässen regelmäßig auf dem Transfermarkt aktiv war. Am trainingsfreien Montag betonte Kehl jedoch, dass die aktuelle Lage eine andere Strategie erfordere.

Es ist bemerkenswert, dass der Verein erstmals seit vier Jahren keine Neuverpflichtungen im Winter plant. Im Jahr 2019 stieß Borussia Dortmund auf zukünftige Leistungsträger wie Daniel Svensson und Julian Ryerson und investierte erfolgreich in zukünftige Weltstars. Ein solches Beispiel ist Erling Haaland, dessen spektakuläre Leistungen ihn schließlich zu einem der begehrtesten Spieler auf der internationalen Bühne machten, bevor er zu Manchester City wechselte.

Kehl unterstrich, dass trotz der Zurückhaltung bei neuen Verpflichtungen weiterhin Bestrebungen bestehen, den Kader zu optimieren, sofern dies mit dem Gesamtkonzept des Vereins sowie den finanziellen Rahmenbedingungen vereinbar ist. Ein Ersatz für Pascal Groß, der bereits zu Brighton & Hove Albion zurückgekehrt ist, werde jedoch nicht gesucht. Zu den Spielern, die den Verein verlassen könnten, zählt Julien Duranville. Ebenfalls zur Diskussion steht Cole Campbell, der gegenwärtig an die TSG Hoffenheim ausgeliehen wurde.

Duranville, der vor drei Jahren für eine Ablösesumme von 8,5 Millionen Euro vom RSC Anderlecht verpflichtet wurde, hatte mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen und konnte bisher nicht im Dortmunder Kader Fuß fassen. Kehl bestätigte laufende Verhandlungen, jedoch seien diese zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Das primäre Ziel des Managements sei es, Duranville mehr Spielpraxis zu ermöglichen, was als entscheidender Schritt für seine Weiterentwicklung angesehen wird.