06. Mai, 2026

Wirtschaft

Boeings November: Weniger Lieferungen und neue Herausforderungen

Boeings November: Weniger Lieferungen und neue Herausforderungen

Im November präsentierte sich der amerikanische Flugzeughersteller Boeing mit einer ernüchternden Bilanz: Nur 13 kommerzielle Flugzeuge wurden an Kunden übergeben, im Vergleich zu den 56 Maschinen im selben Monat des Vorjahres. Diese Rückgänge spiegeln die Auswirkungen eines siebenwöchigen Streiks wider, der die Produktion bis Anfang November beeinträchtigte. Die Produktion des beliebten 737 MAX wurde jüngst wieder aufgenommen, nachdem Reuters darüber berichtete. Boeing strebt nun an, die Fertigungsrate dieses Modells auf 38 Maschinen pro Monat zu steigern. Nach den Milliardenverlusten der ersten drei Quartale hofft das Unternehmen, so dringend benötigte Einnahmen zu generieren. Eine verstärkte Überwachung durch die US-Luftfahrtbehörde, ausgelöst durch einen Vorfall bei Alaska Airlines, trübt jedoch die Aussichten. Während man im US-Bundesstaat South Carolina weiter an der 787 arbeitet, steht der Neustart der Produktion von 767, 777 und 777X in Everett kurz bevor. Vorsicht und Qualitätssicherung sind für Boeing zentral, weswegen die Lieferzahlen im November zurückblieben. Den Auftragsbüchern zufolge wurden 49 Neubestellungen registriert, darunter 34 737er und 15 767er für die Luftwaffe der USA. Dennoch entschied sich TUI aufgrund von Stornierungen, 14 Maschinen von BOC Aviation zu leasen, was zu einem Nettogewinn von 20 neuen 737 MAX Bestellungen führte. Im gesamten Jahr 2023 kann Boeing 427 Bruttobestellungen verzeichnen, wobei unterm Strich, nach Anpassungen und Stornierungen, 191 Nettobestellungen übrig bleiben. Der europäische Wettbewerber Airbus verfolgt indes seine eigenen Ziele, während sich der Luftfahrtriese Boeing weiter auf die Wiederherstellung von Sicherheit und Qualität konzentriert.