JANA Partners hat einen Sturm der Kontroversen bei Lamb Weston entfacht. Der aktivistische Investor, der mehr als 5 % des Gefrierkartoffel-Riesen besitzt, verlangt eine umfassende Neustrukturierung des Vorstands und der Führungsebene – oder gar den kompletten Verkauf des Unternehmens. In einem Brief an das Board kritisiert JANA das schwache Abschneiden von Lamb Weston mit unmissverständlichen Worten. Insbesondere die Verluste von rund 400 Millionen US-Dollar im EBITDA über die vergangenen 2,5 Jahre und eine Reihe von Fehltritten, von verpatzter Nachfrageprognose bis zu ERP-Pannen, die die Kunden im Stich ließen, zählen zu den scharf vorgetragenen Kritikpunkten. Der Markt scheint mit JANA übereinzustimmen, dass dringend Handlungsbedarf besteht. Seit der Bekanntgabe des JANA-Anteils im Oktober ist die Marktkapitalisierung von Lamb Weston um eine Milliarde Dollar gestiegen. Dies verdeutlicht, wie dringend eine Veränderung herbeigesehnt wird. Der Brief von JANA weist zudem auf ausufernde Verwaltungskosten, schwache Kapitalallokation – einschließlich einer Fabrikschließung und 400 Entlassungen in Washington – sowie den erstaunlichen Gebrauch von Firmenjets hin. In einer Wachstumsbranche mit starken Wettbewerbsvorteilen argumentiert JANA, dass die Fehlentscheidungen von Lamb Weston das Vertrauen von Investoren und Kunden gleichermaßen zerstört haben und eine grundlegende Erneuerung ansteht. Mit den bevorstehenden Quartalsergebnissen richten sich nun alle Augen auf die nächsten Schritte des Boards. Wird es die Forderungen von JANA nach neuer Führung und einer klareren Strategie beherzigen? Oder wird ein Verkauf des Unternehmens in Erwägung gezogen, um den Wert für die Aktionäre zu maximieren? Was auch immer geschieht, dieses Kräftemessen hat Lamb Weston zu einem Wertpapier gemacht, das Anleger genau beobachten sollten. Bleiben Sie dran.
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Boardroom-Drama bei Lamb Weston: JANA Partners fordert drastische Veränderungen