Präsident Joe Biden steht offenbar kurz davor, den 14,1 Milliarden Dollar schweren Verkauf von United States Steel an Nippon Steel aus Gründen der nationalen Sicherheit offiziell zu blockieren. Das Komitee zur Überprüfung ausländischer Investitionen in den USA hat die geplante Übernahme fast das gesamte Jahr über geprüft und wird die Angelegenheit noch diesen Monat zurück an das Weiße Haus senden. Biden, der im US-Bundesstaat Pennsylvania, der Heimat von US Steel, geboren wurde, hat stets signalisiert, dass er dem Verkauf kritisch gegenübersteht und auf einen Verbleib der Firma in US-amerikanischer Hand pocht.
Gleichzeitig sorgte ein Bundesrichter am Dienstag für das Platzen eines weiteren Mega-Deals, was der Vorsitzenden der Federal Trade Commission, Lina Khan, Rückenwind verschaffte. Die Biden-Regierung argumentierte, dass die Übernahme von Albertsons durch Kroger im Wert von 24,6 Milliarden Dollar den Wettbewerb im US-Lebensmittelhandel verringern und dadurch die Preise für Verbraucher weiter erhöhen würde – ein Thema, das im Mittelpunkt des Wahlkampfs 2024 steht. Khan, die wegen ihrer verstärkten Antitrust-Maßnahmen unter Beschuss von rechten Kreisen und Wirtschaftsverbänden steht, erhielt Zuspruch von FTC-Sprecher Douglas Farrar, der den Sieg als Schutzmaßnahme für den Wettbewerb im Lebensmittelmarkt lobte, um Preissteigerungen zu vermeiden.