05. Februar, 2026

Märkte

Beständigkeit des Euro bei angespannten Prognosen: US-Daten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit

Der Euro hat sich am Freitag oberhalb der Marke von 1,16 US-Dollar behauptet, was eine bemerkenswerte Konstanz im Vergleich zu den vorherigen Tagen darstellt. Bereits am Donnerstagabend zeigten sich ähnliche Stabilitätstendenzen auf dem Devisenmarkt. Zum Beginn des frühen Handels lag der Kurs bei 1,1614 US-Dollar, während die Europäische Zentralbank (EZB) ihren letzten Referenzwert mit 1,1593 US-Dollar bekannt gegeben hatte. Diese Entwicklungen im Währungsmarkt werden vor dem Hintergrund bedeutender wirtschaftlicher Veröffentlichungen in den USA besonders aufmerksam verfolgt.

Investoren blicken gespannt auf die anstehende Veröffentlichung der amerikanischen Verbraucherpreisdaten für den Monat September. Diese Kennzahlen sind von besonderer Relevanz, da sie trotz der durch den Regierungsstillstand in den USA verursachten Verzögerungen bereitgestellt werden sollen. Die bereits durch den Shutdown bedingten Einschränkungen in der Datenbereitstellung hatten die Marktteilnehmer in Unruhe versetzt, wodurch die nun erwarteten Verbraucherpreisindikatoren besondere Bedeutung erlangen.

Speziell unter Berücksichtigung des momentanen Datenmangels sind potenzielle inflationäre Entwicklungen in den Vereinigten Staaten von erheblichem Interesse. Die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) betonen, dass trotz der Erwartung neuer Wirtschaftsindikatoren die Hoffnung auf eine Entspannung der Preissituation vorsichtig bleibt. Die Unsicherheiten bezüglich der zukünftigen Preisbildung in den USA werden zudem durch die unabsehbaren Auswirkungen der Zollpolitik der aktuellen Regierung verstärkt.

Am europäischen Vormittag werden erste Ergebnisse der Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland, Frankreich und der gesamten Eurozone erwartet. Diese Indizes könnten wertvolle Einblicke in den wirtschaftlichen Zustand der Region bieten. Jedoch bleibt die konjunkturelle Stimmung trotz der Verfügbarkeit dieser Daten laut den Experten der Helaba nach wie vor gedämpft. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese Informationen die Marktteilnehmer zu einer Neubewertung der wirtschaftlichen Lage bewegen werden.