25. Januar, 2026

Krypto

Berkshires 382-Milliarden-Dilemma: Folgt jetzt der Bitcoin-Kauf?

Warren Buffetts Rücktritt markiert eine Zeitenwende. Nachfolger Greg Abel steht unter Druck, die gigantischen Reserven rentabel einzusetzen – rückt Krypto in den Fokus?

Berkshires 382-Milliarden-Dilemma: Folgt jetzt der Bitcoin-Kauf?
Analysten spekulieren über Strategiewechsel bei Berkshire: Zwingen sinkende Zinsen CEO Greg Abel zum Bitcoin-Kauf?

Der Rücktritt von Warren Buffett im Januar 2026 markiert das Ende einer 60-jährigen Ära an der Wall Street. Der 95-jährige CEO hinterlässt ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 1,1 Billionen US-Dollar, aber auch eine strategische Herausforderung.

Sein Nachfolger Greg Abel übernimmt nicht nur den Vorsitz, sondern auch die Verantwortung für eine historische Cash-Reserve von 382 Milliarden US-Dollar. Marktbeobachter analysieren nun, ob dieser Führungswechsel auch eine Abkehr von Buffetts strikter Ablehnung digitaler Assets bedeutet.

Der Führungswechsel erzwingt eine Neubewertung der konservativen Anlagestrategie

In den letzten drei Jahren vor seinem Abschied fuhr Buffett einen extrem defensiven Kurs. Berkshire Hathaway veräußerte Aktien im Wert von rund 184 Milliarden US-Dollar und parkte das Kapital vorwiegend in kurzfristigen Staatsanleihen. Diese Anhäufung von Liquidität diente als Absicherung gegen Marktkrisen.

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Greg Abel steht nun vor der Aufgabe, dieses massive Kapital effizient zu allokieren. Analysten weisen darauf hin, dass bereits ein Prozent dieser Reserve ausreichen würde, um Tausende von Bitcoins zu erwerben, ohne die Gesamtstabilität des Konglomerats zu gefährden.

Sinkende Zinsen erhöhen den Druck auf die ungenutzte Liquidität

Ein entscheidender makroökonomischer Faktor könnte Abel zum Handeln zwingen: Sinkende Zinsen verringern die Attraktivität der Cash-Haltung in Staatsanleihen drastisch. Die Opportunitätskosten für ungenutztes Kapital steigen, was die Suche nach renditestarken Alternativen beschleunigt.

Warren Buffett selbst kategorisierte Bitcoin stets als unproduktiv und ohne inneren Wert, vergleichbar mit seiner Haltung zu Gold. Er argumentierte, dass Krypto-Assets keinen echten Nutzen erbringen. Ob Abel diese dogmatische Sichtweise teilt oder pragmatischer auf die Assetklasse blickt, ist die zentrale Frage an den Märkten.

Erfolgreiche Beteiligungen wie Nu Holdings dienen als Blaupause für Krypto-Assets

Trotz der verbalen Ablehnung durch Buffett ist Berkshire Hathaway bereits indirekt im Krypto-Sektor engagiert. Die Investition in die brasilianische Digitalbank Nu Holdings, die ihren Kunden Krypto-Handel anbietet, erwies sich als hochprofitabel.

Nach einem initialen Investment von 500 Millionen US-Dollar im Jahr 2021 und weiteren 250 Millionen US-Dollar stieg der Aktienwert signifikant. Allein im Jahr 2025 verzeichnete die Position einen Zuwachs von über 50 Prozent. Dieser Erfolg könnte Greg Abel als Indikator dienen, dass digitale Vermögenswerte – direkt oder indirekt – einen Platz in einem modernen Portfolio haben.

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