06. Mai, 2026

Wirtschaft

Behördliche Pannen: Arbeitsministerium der USA unter der Lupe

Behördliche Pannen: Arbeitsministerium der USA unter der Lupe

Das US Bureau of Labor Statistics (BLS) steht wegen einer Reihe unglücklicher Vorfälle in diesem Jahr im Rampenlicht. Ein aktueller Bericht weist darauf hin, dass die Führung des Amtes in mehrfacher Hinsicht versagt hat. Bemängelt werden vor allem die mangelhafte Fokussierung auf die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten, die Kommunikation mit den Nutzern und die unzureichende Schulung der Mitarbeiter. Trotz dieser Missstände, betonten die Experten in ihrem Bericht, war die Qualität oder Genauigkeit der Kerndaten des Amtes zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Erfreulicherweise gab es keine Anzeichen für unlautere Motive. Die amtierende Arbeitsministerin Julie Su hatte die Untersuchung nach mehreren Vorfällen angeordnet, darunter einer vorzeitigen Veröffentlichung eines Teils des Verbraucherpreisindex (CPI) für April. Erika McEntarfer, die Kommissarin des BLS, betonte gegenüber der Presse die insgesamt hohe Kompetenz und das Engagement des Personals. "Mein erstes Ziel ist es, dass die Prozesse zur Datenveröffentlichung reibungslos ablaufen. Zahlreiche Maßnahmen zur Risikominderung wurden bereits ergriffen", so McEntarfer. Das BLS hat eine wichtige Funktion, indem es relevante Wirtschaftsdaten wie den monatlichen Beschäftigungsbericht und den Verbraucherpreisindex bereitstellt. Im Mai wurden einige Dateien versehentlich 30 Minuten vor der geplanten Veröffentlichung hochgeladen. Dennoch führte dies zu keiner auffälligen Veränderung im Marktgeschehen. Einige Monate zuvor geriet ein BLS-Ökonom in die Kritik, da er private Kalkulationen aus den CPI-Daten mit bestimmten privaten Wirtschaftsexperten teilte. Diese Gruppe von E-Mail-Empfängern war ungeplant und spiegelte nicht die allgemeinen Richtlinien des BLS wider. Im August verzögerte sich die Veröffentlichung der vorläufigen jährlichen Benchmark-Revision für den Beschäftigungsbericht außer Landwirtschaft um über 30 Minuten, dennoch fanden die Informationen ihren Weg auf soziale Medien, bevor das Amt sie veröffentlichte. Die Untersuchung ergab zudem, dass die Modernisierung der Technologien und Software der Behörde durch unzureichende Finanzierung erschwert wurde, was die Anpassung an technologische Fortschritte bremste.