13. Februar, 2026

Wirtschaft

Bedeutendes Investitionsprojekt in Bremerhaven: APM Terminals und Eurogate planen milliardenschwere Finanzierung

Das Container-Terminal in Bremerhaven steht vor einer umfassenden Erneuerung, da die Unternehmen APM Terminals und Eurogate die Investition einer Milliarde Euro ankündigen. In einem ambitionierten Vorhaben planen sie eine vollständige Elektrifizierung des Containerumschlags, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen entscheidend zu verringern. Ziel ist es, durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien die Treibhausgasemissionen erheblich zu senken und damit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Bremerhaven gilt neben Hamburg und Wilhelmshaven als einer der wichtigsten Containerverkehrsknotenpunkte in Deutschland. Das Investitionsprojekt zielt darauf ab, Bremerhaven zu einem der effizientesten und widerstandsfähigsten Containerterminals weltweit auszubauen. Derzeit werden in Bremerhaven jährlich nahezu drei Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen. APM Terminals und Eurogate streben an, diese Kapazität auf vier Millionen zu erweitern. Vincent Clerc, CEO von Maersk, unterstreicht die Bedeutung der Modernisierung, die nicht nur die langfristige Zukunftssicherheit des Terminals gewährleisten, sondern auch die Zuverlässigkeit und Stabilität der deutschen Lieferketten erheblich stärken soll.

APM Terminals ist eine Tochtergesellschaft des dänischen Logistikgiganten Maersk. Die geplante Investition steht jedoch noch unter Vorbehalt, da sich die Unternehmen derzeit in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine langfristige Partnerschaft befinden. Bevor die Pläne umgesetzt werden können, sind zahlreiche interne und externe Genehmigungen erforderlich. Ein weiteres zentrales Diskussionsthema ist die umstrittene Vertiefung der Außenweser, die für die Erweiterung des Terminals von wesentlicher Bedeutung wäre.

Der Präsident der Bremer Landesregierung, Andreas Bovenschulte, äußerte seine Zufriedenheit über dieses bedeutende Engagement in der Region. "Dass sich mit Maersk ein Weltmarktführer so stark in Bremerhaven engagiert, ist ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Häfen", erklärte der SPD-Politiker. Nun sei der Bund gefordert, die Vertiefung der Außenweser schnellstmöglich voranzutreiben und umzusetzen, um die geplanten Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur im Einklang mit den Umweltzielen realisieren zu können.