Die Welt der Gesundheits-IT erlebt derzeit einen bedeutenden Wandel, da die renommierte Fachmesse für Digitaltechnologie im Gesundheitswesen und der Medizin, die bislang in Berlin stattfand, nun nach München verlegt wird. Diese als DMEA bekannte Veranstaltung (Digital Medical Expertise & Applications) wird im April des kommenden Jahres erstmals in der bayerischen Landeshauptstadt organisiert. Die Messe München rechnet bei diesem Debüt mit der Anwesenheit von nicht weniger als 800 Ausstellern und etwa 20.000 Besuchern, während die aktuelle Ausgabe noch traditionsgemäß in Berlin durchgeführt wird.
In München wird das Messegelände zum Schauplatz einer bedeutenden Versammlung führender Unternehmen aus den Bereichen IT und Software für das Gesundheitswesen sowie Medizintechnikhersteller. Der Bundesverband Gesundheits-IT beobachtet diesen Umzug mit Zuversicht und erwartet, dass die DMEA von ihrem neuen Standort aus eine größere und internationalere Reichweite erzielen kann. Im Einklang mit zahlreichen anderen Branchen gewinnt die digitale Technologie zunehmend an Bedeutung und trägt wesentlich zur Förderung von Innovationen im Gesundheitssektor bei.
Jedoch befindet sich die Messewirtschaft aktuell in einem unsicheren Umfeld. Die vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass insbesondere Verbrauchermessen und Konsumgüterveranstaltungen erheblichen Herausforderungen gegenüberstehen. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen, die viele Unternehmen dazu veranlasste, ihre Messeteilnahmen zu überdenken und teilweise zu reduzieren.
In München liegt der Schwerpunkt der Messeaktivitäten vorrangig auf B2B-Veranstaltungen (Business-to-Business), die ein spezialisiertes Fachpublikum adressieren, wozu auch die DMEA gehört. Trotz der positiven Entwicklungen bleibt jedoch die Notwendigkeit bestehen, sich den sich verändernden Marktbedingungen anzupassen. So wurde die für 2025 geplante Messe Outdoor by Ispo aufgrund mangelnden Interesses abgesagt. Auch die sportorientierte Messe Ispo wird zukünftig im Rahmen eines Joint Ventures in Amsterdam ausgerichtet, nachdem in München ein rückläufiges Interesse bei Ausstellern und Besuchern festgestellt wurde.