21. Januar, 2026

Unternehmen

Bayer-Aktie explodiert: Diese schockierende Wende ändert alles

Der US Supreme Court sorgt für ein 27-Monats-Hoch. Analysten sehen Milliarden-Potenzial und das mögliche Ende des Glyphosat-Albtraums.

Bayer-Aktie explodiert: Diese schockierende Wende ändert alles
Befreiungsschlag für Bayer? Das oberste US-Gericht könnte die Klagewelle stoppen. Kursziel steigt auf 27-Monats-Hoch.

Der US Supreme Court liefert den langersehnten Befreiungsschlag für die Bayer-Aktie.

Am Montag verzeichnete die Aktie der Bayer AG den signifikantesten Intraday-Anstieg seit Anfang Dezember und erreichte im frühen Handel ein Plus von über sieben Prozent. Damit notieren die Papiere auf dem höchsten Stand seit Herbst 2023. Allein seit Jahresbeginn 2026 summiert sich der Kursgewinn auf beachtliche 20 Prozent.

Auslöser dieser Marktdynamik ist eine essenzielle Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten. Der Supreme Court gab am Freitag bekannt, sich grundsätzlich mit der Causa Glyphosat zu befassen. Für den Leverkusener Pharma- und Agrarkonzern markiert dies einen entscheidenden strategischen Etappensieg in der seit der Monsanto-Übernahme 2018 andauernden juristischen Krise.

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Die Marktteilnehmer preisen nun eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein positives Urteil ein. Das Momentum ist technisch und fundamental so stark wie seit über zwei Jahren nicht mehr, da das 'Worst-Case-Szenario' unwahrscheinlicher wird.

Die EPA-Zulassung könnte die staatlichen Klagen vollständig aushebeln.

Im Kern des Verfahrens vor dem Supreme Court steht die komplexe Rechtsfrage der sogenannten 'Preemption' (Vorrangrecht). Es muss geklärt werden, ob die Zulassung des Herbizids durch die US-Umweltbehörde EPA – die explizit keinen Krebs-Warnhinweis forderte – Klagen auf Ebene der einzelnen US-Bundesstaaten ausschließt.

Sollte das Gericht entscheiden, dass Bundesrecht (Federal Law) hier das staatliche Recht (State Law) bricht, würde dies der überwiegenden Mehrheit der anhängigen Klagen die rechtliche Basis entziehen. Die Kläger argumentieren primär mit dem Vorwurf fehlender Warnhinweise auf den Produkten.

Eine Grundsatzentscheidung wird bis zum Sommer 2026 erwartet. Bestätigt das Gericht die Position von Bayer, wäre die seit der Monsanto-Akquisition bestehende Klagewelle bezüglich der angeblich krebserregenden Wirkung effektiv eingedämmt.

Finanzanalysten prognostizieren eine massive Reduktion der juristischen Rückstellungen.

Institutionelle Anleger reagieren euphorisch auf die Neubewertung der Risikoprämie. Analysten von JP Morgan betonen, dass rund 80 Prozent der aktuellen Klagen auf dem 'Failure-to-warn'-Argument basieren. Ein Richterspruch zugunsten Bayers würde folglich zu einer drastischen Senkung der notwendigen Rückstellungen führen und die Bilanz entlasten.

Auch Kepler Cheuvreux bewertet die Entwicklung als kritischen Wendepunkt und bezeichnet die Annahme des Falls als „Schritt zwei von drei“ zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten. In ihren Bewertungsmodellen berücksichtigen sie derzeit einen Abschlag von zehn Milliarden Euro für Rechtsrisiken.

Fällt dieser Bewertungsabschlag weg, ergibt sich ein massives Aufwärtspotenzial für den inneren Wert der Aktie. Der Markt beginnt nun, dieses Szenario einzupreisen, was die starke Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt erklärt.

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