23. Januar, 2026

Märkte

BASF-Aktie belastet: Unzufriedenstellende Gewinnentwicklung führt zu Einbußen

Der Aktienkurs des Chemiekonzerns BASF erlebte kürzlich einen unerwartet starken Rückschlag, bedingt durch einen signifikanten Rückgang des operativen Gewinns im vergangenen Jahr. Am vergangenen Freitag erfuhr der Wert der Aktie zur Mittagszeit einen Rückgang um 1,6 Prozent auf 45,76 Euro. Diese Entwicklung beendete abrupt den zuletzt wahrgenommenen Erholungstrend, der noch am Vortag für einen Aufschwung gesorgt hatte, als die Aktien ihren höchsten Stand seit Ende August erreichten. Dennoch bleibt das charttechnische Bild relativ stabil, und insgesamt konnte seit Jahresbeginn ein Kursanstieg von etwa 3 Prozent verzeichnet werden.

Laut Peter Spengler, Analyst bei der DZ Bank, ist die aktuelle Entwicklung als enttäuschender Jahresauftakt zu werten. BASF konnte die Erwartungen nicht erfüllen, was sich bereits am Vortag zeigte, als der DAX-Unternehmen nach Börsenschluss die Geschäftsdaten für 2025 veröffentlichte. Vor allem der operative Gewinn fiel stärker als prognostiziert, was durch schwächere Verkaufspreise und ungünstige Währungseffekte verursacht wurde. Der Umsatzrückgang hingegen entsprach weitestgehend den Erwartungen der Marktanalysten.

Analyst Chetan Udeshi von JPMorgan prognostiziert nun, dass bestehende Analystenschätzungen weiter gesenkt werden müssen. Dies liegt daran, dass sowohl strukturelle als auch zyklische Herausforderungen die Bewertungsanfälligkeit der BASF-Aktie erhöhen könnten. Bemerkenswert ist, dass wenig konkrete Informationen über die einzelnen Unternehmensbereiche vorliegen, sodass weiterhin Unklarheiten über die spezifischen Problemfelder bestehen.

Positiv äußerte sich hingegen Geoff Haire von UBS. Er hob den höher als erwarteten freien Barmittelzufluss als vorteilhaft hervor, da dieser der Schuldentilgung und weiteren Dividendenzahlungen dienlich sein könne. Dennoch zeigt sich Barclays-Analystin Katie Richards skeptisch gegenüber der finanziellen Flexibilität von BASF, speziell hinsichtlich der Zukunftspläne zur Restrukturierung und damit verbundenen Kosten.

Einige Investoren sehen die Reduzierung der Investitionsausgaben als vorteilhaft, insbesondere hinsichtlich der zukünftigen finanziellen Beiträge von Wintershall Dea zur Unternehmensbilanz. Darüber hinaus setzt Sebastian Satz von der Citigroup auf die positiven Effekte von Investitionen der deutschen Regierung, die im zweiten Halbjahr die Chemieträgermärkte beleben könnten, um die Jahresziele von BASF trotzdem noch zu erreichen.

Trotz bestehender Unsicherheiten sowohl um BASF als auch die gesamte Chemieindustrie bleibt das Unternehmen für Christian Faitz von Kepler Cheuvreux ein Spitzenreiter im Sektor. Eine potenziell steigende Nachfrage könnte die Profitabilität von BASF erheblich erhöhen, da das Management über die kritischen Aspekte, die es kontrollieren kann, weiterhin einen guten Überblick behält.