27. Januar, 2026

Märkte

Automobilpreise in Deutschland bleiben stabil auf hohem Niveau mit geringfügigen Schwankungen.

Im Jahr 2025 zeichnet sich im deutschen Automobilmarkt trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen ein konstantes Preisniveau bei Autokäufen ab. Eine umfassende Umfrage der Deutschen Automobil Treuhand (DAT), die zwischen Juli und Oktober des Vorjahres durchgeführt wurde, gibt wichtige Einblicke in die aktuellen Trends und Verhaltensmuster privater Autokäufer. In diesem Rahmen wurden insgesamt 2.598 Personen befragt, was der Untersuchung eine signifikante Datenbasis verleiht.

Bei den Neufahrzeugen stieg der durchschnittliche Kaufpreis auf bemerkenswerte 44.560 Euro, was einer moderaten Erhöhung um etwa 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, als der Preis bei 43.530 Euro lag. Diese Preisbewegung reflektiert vor allem die veränderten Präferenzen der Konsumenten, insbesondere hinsichtlich der Wahl von Fahrzeugmodellen. Während der Kauf erschwinglicher Benziner-Modelle dazu beigetragen hat, dass der Preisanstieg vergleichsweise mild ausfiel, wurden für Benzinfahrzeuge im Schnitt 33.150 Euro ausgegeben. Darüber hinaus offenbarten die Daten erhebliche Preisunterschiede bei anderen Antriebsarten: Plug-in-Hybride kosteten durchschnittlich 64.570 Euro, während Diesel-Fahrzeuge bei 50.030 Euro und Elektrofahrzeuge bei 47.160 Euro lagen.

Auch der Gebrauchtwagenmarkt zeigte interessante Entwicklungen. Hier verringerte sich der durchschnittliche Kaufpreis leicht um etwa 1,6 Prozent auf 18.310 Euro. Dennoch verblieb das Preisniveau über der 18.000-Euro-Marke, einer Schwelle, die seit 2022 beständig überschritten wurde. Im Kontext der Preisentwicklung über die Jahre zeigt sich, dass die Gebrauchtwagenpreise seit 2021, als der Durchschnittspreis bei 15.740 Euro lag, eine stetige Erhöhung erfahren haben. Noch im Jahr 2016 betrug der Durchschnittspreis deutlich geringere 11.430 Euro, was die anhaltende Aufwärtstendenz über den Zeitraum hinweg unterstreicht.

Die Daten der DAT-Umfrage untermauern damit einerseits den Trend zu steigenden Fahrzeugpreisen im Neuwagensegment, während sie andererseits auf eine gewisse Preiskonsolidierung im Gebrauchtwagenbereich hindeuten. Diese Entwicklungen manifestieren sich parallel zu den Herausforderungen, die die deutsche Wirtschaft derzeit zu bewältigen hat, und werfen interessante Fragen bezüglich der zukünftigen Dynamiken des Automobilmarktes auf.