10. Januar, 2026

Wirtschaft

Autobahn GmbH droht möglicher Arbeitskampf auf den Straßen

Die jüngsten Tarifverhandlungen zwischen der Autobahn GmbH des Bundes und den Gewerkschaften Verdi sowie dem dbb beamtenbund stehen vor einer neuen Herausforderung, nachdem der erste Verhandlungszyklus ohne nennenswerten Fortschritt blieb. Als Reaktion auf die ausbleibende Einigung drohen nun Warnstreiks, die den Verkehrsfluss auf den Bundesautobahnen erheblich beeinträchtigen könnten. Martin Krupp, Gewerkschaftssekretär von Verdi, äußerte sein Bedauern über die starre Haltung der Arbeitgeber und betonte die dringende Notwendigkeit eines angemessenen Entgeltangebots, das den Forderungen von sieben Prozent Lohnerhöhung sowie einem Mindestbetrag von 300 Euro gerecht wird.

Während der Verhandlungen kritisierte Krupp das Fehlen substanzieller Vorschläge zur Gehaltsanpassung seitens der Arbeitgeber und rief dazu auf, bis zur nächsten Verhandlungsrunde im Februar konkrete Zahlen zu präsentieren. Ihm zufolge ist es entscheidend, dass die Autobahn GmbH die Erwartungen der Beschäftigten ernst nimmt und weitere Arbeitskampfmaßnahmen durch ein zufriedenstellendes Angebot abwendet. Die Autobahn GmbH äußerte ihrerseits Bedauern über die vorzeitige Unterbrechung der Gespräche und betonte ihr Bestreben nach zukunftssicheren, verantwortungsvollen Lösungen, die sowohl die erbrachten Leistungen der rund 15.000 Beschäftigten anerkennen als auch im Einklang mit den finanziellen Gegebenheiten eines öffentlichen Unternehmens stehen.

Ähnlich äußerte sich auch Andreas Hemsing, der Verhandlungsführer des dbb beamtenbund. Obwohl Streiks nicht zur initialen Verhandlungsstrategie des dbb gehören, deuteten die unzureichenden Angebote der Arbeitgeberseite darauf hin, dass ein deutliches Signal erforderlich sein könnte, um Bewegung in die festgefahrenen Gespräche zu bringen. Beide Gewerkschaften hoffen dennoch, dass die Arbeitgeber in den kommenden Wochen einlenken und den Weg für konstruktive Verhandlungen ebnen werden. Andernfalls könnten die angedrohten Warnstreiks zur Realität werden, was nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die vielen Autofahrer auf deutschen Autobahnen betreffen würde.