14. März, 2026

Wirtschaft

Aufwind in der Baubranche: Mehr Aufträge und Erlöse, doch Vorsicht bleibt

Aufwind in der Baubranche: Mehr Aufträge und Erlöse, doch Vorsicht bleibt

zumindest ein wenig. Neueste Daten des Statistischen Bundesamtes signalisieren einen positiven Trend in der Baubranche. Im Februar wurden vermehrt Aufträge verzeichnet, und auch die Umsatzzahlen zeigen sich von der Sonnenseite. Gegenüber dem Januar verzeichnete die Branche preisbereinigt einen Anstieg der Bestelleingänge um 1,8 Prozent. Der Hochbau meldete dabei eine moderate Erhöhung von 0,5 Prozent, während der Tiefbau, zuständig etwa für den Straßen- und Leitungsbau, stolze 2,9 Prozent Zuwachs erzielte. Dies mögen ermutigende Zeichen sein, dennoch ist von einer Trendwende noch nicht zu sprechen.

Der Blick auf die Zahlen des Vorjahres verfestigt das vage Bild einer Erholung. So lag der reale Anstieg der Bestellungen im Februar 2023 im Vergleich zum Vormonat bei 0,9 Prozent. Für die ersten zwei Monate des aktuellen Jahres ergibt sich ein leicht positives Resümee mit einer Steigerung von 1,1 Prozent. Wohinberechnet man die Preisanstiege, ergibt sich gegenüber dem Vorjahr sogar ein Anstieg der Auftragseingänge um 4,1 Prozent. Diese Entwicklung kommt nach einer Phase, in der erhöhte Zinsen und steigende Kosten das Auftragsbuch der Bauherren spürbar ausdünnten.

Im Angesicht dieser Zahlen weist Felix Pakleppa, der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, auf ein Detail hin, das Hoffnung schürt: 'Wir sehen nach 22 Monaten zum ersten Mal kein Minus bei den Wohnungsbauordern'. Doch sei das noch kein Grund, die Wende auszurufen – die Anzahl der Baugenehmigungen als Fundament für zukünftige Aufträge sei weiterhin rückläufig. Dieser Einschätzung schließt sich auch Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, an und mahnt zur Vorsicht angesichts abnehmender Baugenehmigungen.

Die Umsatzentwicklung gibt dennoch Anlass zum Optimismus. Im Februar übertrafen die Einnahmen der Baufirmen das Niveau des Vorjahres sowohl in realer als auch in nominaler Betrachtung deutlich: Es wurde ein realer Umsatzplus von 2,0 Prozent erreicht, während der nominale Umsatz um 2,6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro kletterte. Obgleich dieses positive Zwischenhoch, die Signale stehen weiterhin auf abwartende Beobachtung in einer Branche, die wohl erst auf sicherem Fundament steht, wenn auch die Baugenehmigungen wieder zulegen.