03. April, 2026

Politik

Aufsichtsrat der Autobahn GmbH: Finanzkürzungen gefährden Infrastrukturprojekte

Aufsichtsrat der Autobahn GmbH: Finanzkürzungen gefährden Infrastrukturprojekte

Der Aufsichtsrat der Autobahn GmbH des Bundes spricht sich entschieden gegen geplante Haushaltskürzungen für Deutschlands Autobahnen aus. In einer Stellungnahme des Gremiums wurde betont, dass die Gesellschaft vor bedeutenden Aufgaben steht, insbesondere im Bereich der Erhaltung und Modernisierung von Straßen und Brücken, sowie der allgemeinen Funktionsfähigkeit des Unternehmens.

Konkret fordert das Gremium eine ausreichende finanzielle Ausstattung im Bundeshaushalt 2025 sowie in der Finanzplanung bis 2028. Preissteigerungen, Fachkräftemangel und notwendige Investitionen machen diese finanziellen Mittel unabdingbar, so der Aufsichtsrat. Dem Gremium steht Oliver Luksic, parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium und Mitglied der FDP, vor. Weitere Mitglieder sind Abgeordnete von SPD, FDP, Grünen und der Union.

Laut aktuellen Berichten steht die Autobahn GmbH vor der Herausforderung, dass ihre Mittel im kommenden Jahr im Vergleich zu bisherigen Planungen um 20 Prozent auf etwa fünf Milliarden Euro gekürzt werden sollen. Die Haushaltsverhandlungen innerhalb der Bundesregierung sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Finanzminister Christian Lindner hat den Ressorts Sparvorgaben gemacht, die auch die Autobahn GmbH betreffen könnten.

Der DBB Beamtenbund und Tarifunion warnt nachdrücklich vor den möglichen Folgen dieser Kürzungen. DBB-Fachvorstand Volker Geyer, der zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Autobahn GmbH ist, äußerte, dass der gesamte Autobahnbetrieb erheblich gefährdet sei. Konkrete Bau- und Sanierungsprojekte würden durch die Kürzungen negativ beeinflusst, ebenso wie das von Verkehrsminister Volker Wissing unterstützte Brücken-Modernisierungsprogramm, der Unterhaltungsbetrieb und geplante Neubauprojekte.