14. März, 2026

Politik

Athen hält an Verteidigung fest: Keine Patriot- und S-300-Systeme für Ukraine

Athen hält an Verteidigung fest: Keine Patriot- und S-300-Systeme für Ukraine

Inmitten internationaler Debatten um Militärhilfen für die Ukraine verkündet Griechenlands Premier Kyriakos Mitsotakis die definitive Entscheidung, keine Luftabwehrsysteme des Typs Patriot oder S-300 an das kriegsbelastete Land zu senden. Bei einer öffentlichen Stellungnahme auf dem heimischen Fernsehsender Skai bekräftigte der griechische Regierungschef, sein Land werde zwar weiterhin Verteidigungsmaterial anderer Natur zur Verfügung stellen, jedoch keine Waffensysteme, die für Griechenland von essentieller Bedeutung sind.

Diese Festlegung folgt auf Spekulationen und Berichte in der internationalen Presse, nach denen einige große EU-Mitgliedsstaaten Druck auf Griechenland ausgeübt haben sollen, um die kritischen Luftabwehrsysteme zur Unterstützung der Ukraine beizusteuern. Mitsotakis bestätigte zwar Anfragen in dieser Richtung, jedoch bleibt seine Regierung bei der Haltung, lediglich überschüssiges Material anderer Typen beisteuern zu wollen. "Soweit wir solches Material finden können, werden wir es auch tun", unterstrich der Premierminister und signalisierte damit Unterstützungsbereitschaft innerhalb der eigenen Möglichkeiten.

Die resolute Position Griechenlands dürfte nicht zuletzt durch sicherheitspolitische Erwägungen bedingt sein, die sich aus Spannungen mit der Türkei ergeben. Häufige Auseinandersetzungen zwischen den NATO-Partnern um Hoheitsrechte in der Ägäis und um die Nutzung potentieller Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer tragen zu dieser Vorsicht bei. Zudem hat die wiederholte Infragestellung der griechischen Souveränität über wichtige Inseln wie Rhodos, Samos und Lesbos durch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im letzten Jahr zu einer verstärkten Wachsamkeit geführt.