22. September, 2026

AT-Angestellter

Ein AT-Angestellter (Außertariflicher Angestellter) ist ein Mitarbeiter, der außerhalb des Tarifvertrags eines Unternehmens beschäftigt ist und dessen Vergütung, Arbeitsbedingungen und Kündigungsschutz individuell festgelegt werden.

AT-Angestellte werden häufig in Führungspositionen oder spezialisierten Funktionen eingesetzt und arbeiten in Unternehmen, in denen Tarifverträge nicht anwendbar sind oder in denen flexible Arbeitsbeziehungen erforderlich sind. Diese Mitarbeiter haben oft hohe Verantwortungsbereiche und genießen ein hohes Maß an Entscheidungsfreiheit und unternehmerischer Flexibilität.

Die Vergütung eines AT-Angestellten wird in der Regel in Verhandlungen zwischen dem Arbeitgeber und dem Mitarbeitenden festgelegt. Da dabei nicht tarifliche Gehaltsstrukturen Anwendung finden, sind die Vergütungsmöglichkeiten oft höher als bei Angestellten, die tariflichen Bestimmungen unterliegen. Die individuellen Vertragsbedingungen können Gehaltsfestlegungen, Boni, betriebliche Zusatzleistungen und andere Vergütungskomponenten beinhalten.

Ein weiterer Aspekt der AT-Angestellten betrifft die Arbeitszeitregelung. Im Gegensatz zu Angestellten, die an feste Arbeitszeiten gebunden sind, können AT-Angestellte über ihre Arbeitszeit in Absprache mit dem Arbeitgeber flexibler verfügen. Diese Flexibilität ermöglicht es ihnen, ihre Arbeit effizienter zu gestalten und ihre beruflichen Interessen besser mit ihren persönlichen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.

AT-Angestellte genießen in der Regel auch einen erweiterten Kündigungsschutz. Da ihre Beschäftigungsverhältnisse individuell ausgehandelt werden, können sie von den gesetzlichen Kündigungsfristen abweichen. Dies bietet sowohl dem Arbeitgeber als auch dem Arbeitnehmer eine gewisse Sicherheit und Flexibilität.

Insgesamt bieten AT-Angestellte den Unternehmen die Möglichkeit, hochqualifizierte Fachkräfte zu rekrutieren und zu halten, da sie attraktive Arbeitsbedingungen, größere Freiheiten und eine individuelle Gestaltung ihrer Positionen bieten. Gleichzeitig können Unternehmen durch die flexiblere Regulierung der Arbeitsbeziehungen besser auf Veränderungen in der Geschäftswelt reagieren.