Zum Ende der Woche zeigten sich die asiatischen Börsen mit uneinheitlichem Verlauf. Während die chinesischen Märkte deutliche Gewinne verbuchen konnten, erlebten die übrigen Handelsplätze leichte Rückgänge. Robert Greil, Marktstratege bei Merck Finck, erläuterte, dass der September traditionell als herausfordernder Monat für die Börsen gilt. Diese Belastung wird verstärkt durch politische Unsicherheiten in zwei der fünf größten Euro-Staaten sowie durch die unberechenbare Politik von Donald Trump, die für zusätzliche Nervosität an den Märkten sorgt. Hinzu kommt die bevorstehende Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve am 17. September, bei der Marktbeobachter mit einer erstmaligen Zinssenkung in diesem Jahr rechnen.
Andreas Lipkow, Marktexperte, wies darauf hin, dass Investoren insbesondere aufgrund der bevorstehenden Veröffentlichung bedeutender US-Wirtschafts- und Preisdaten vorsichtiger agieren. Diese Daten könnten wichtige Hinweise darauf liefern, in welche Richtung sich die Geldpolitik der Federal Reserve bewegen könnte.
In Japan belasteten enttäuschende Einzelhandelsumsätze und Produktionsdaten den Nikkei 225, der um 0,26 Prozent auf 42.718,47 Punkte fiel. Dennoch blieb der japanische Leitindex auf Wochensicht nahezu unverändert. Ähnlich verhalten zeigte sich auch der australische S&P/ASX 200, der leicht auf 8.973 Punkte nachgab, was die insgesamt verhaltene Marktstimmung in der Region unterstreicht.
Im Gegensatz dazu zeigten sich die chinesischen Börsen optimistischer. Der CSI-300-Index stieg um 0,61 Prozent und schloss bei 4.490,80 Punkten. Analysten von Goldman Sachs hoben in einer neuen Prognose den Zielwert des Index von ursprünglich 4.500 auf nunmehr 4.900 Punkte an, was zusätzlichen Auftrieb verlieh und das Vertrauen in das wirtschaftliche Wachstum Chinas unterstrich.
Auch der Hang-Seng-Index in Hongkong legte um 0,67 Prozent zu und schloss bei 25.165,39 Punkten. Besonders hervorstach die Aktie des Unternehmens CATL, die um zehn Prozent zulegte. Diese Entwicklung wurde durch optimistische Geschäftszahlen eines bedeutenden Ausrüstungszulieferers gefördert und verlieh den Anlegern zusätzlichen Optimismus hinsichtlich der Zukunftsaussichten des Unternehmens und der gesamten Branche.