10. Mai, 2026

Wirtschaft

Argentinien treibt Privatsektorprojekt für Gaspipeline voran

Argentinien treibt Privatsektorprojekt für Gaspipeline voran

Die argentinische Regierung hat grünes Licht für ein bedeutendes Gaspipeline-Erweiterungsprojekt im Wert von 500 Millionen Dollar gegeben, um die Transportkapazitäten zu erhöhen und die heimische Energieproduktion zu steigern. Dieses Projekt, eingereicht vom führenden privaten Anbieter Transportadora de Gas del Sur (TGS), wird vom Staat ausgeschrieben und erweitert die Kapazitäten von der Vaca Muerta Schieferregion bis zur Provinz Buenos Aires.

Bemerkenswert ist, dass hier ausnahmsweise der Privatsektor die Führung übernimmt, während traditionell der Staat bei der Erweiterung des Gaspipelinenetzwerks dominiert hat. Unter der neuen Regentschaft des libertären Präsidenten Javier Milei bemüht sich Argentinien, mehr private Investitionen anzuziehen, um das Energiedefizit zu überwinden und die Gasexporte zu steigern. TGS hat dem Plan zufolge vor, sechs Kompressorkomplexe an vier Standorten zu installieren, was die bestehende Pipeline in ihrer Kapazität deutlich erhöhen würde.

Das Energieministerium betonte, dass durch diese Initiative täglich 14 Millionen Kubikmeter Gas zusätzlich transportiert werden könnten, wodurch die Transportmenge auf 35 Millionen Kubikmeter entlang der gesamten Strecke anwachsen würde. Argentinien setzt verstärkt auf die Steigerung der Produktion der Vaca Muerta Region, der zweitgrößten Schiefergasformation der Welt, um sowohl dem einheimischen Bedarf zu begegnen als auch langfristig Flüssiggasexporte zu ermöglichen.

Sollte TGS im Ausschreibungsprozess erfolgreich sein, plant das Unternehmen weitere 200 Millionen Dollar in eine zweite Phase zu investieren. Diese umfasst den Bau von 20 Kilometern neuer Pipeline und die Erhöhung der Kompressionskapazität in einem bestehenden Lizenzgebiet. TGS-CEO Oscar Sardi hob in Buenos Aires hervor, dass die Ausschreibung in Kürze starten solle, da der komplexe Aufbau der Kompressoranlagen fast zwei Jahre bis zur Inbetriebnahme benötige.