In Nordrhein-Westfalen führen Warnstreiks in dieser Woche zu erheblichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr. Der Landesbetrieb Straßen.NRW sieht sich gezwungen, aus Sicherheitsgründen elf Tunnel, die sich im Verlauf von Bundes- und Landesstraßen befinden, für den Autoverkehr zu sperren. Der Grund hierfür ist ein Warnstreik in der Tunnelleitzentrale in Leverkusen, der von Dienstag, 16:00 Uhr, bis Mittwoch, 16:00 Uhr, angesetzt ist. Die Sperrungen betreffen sämtliche Straßentunnel mit einer Länge von über 400 Metern sowie den kürzeren B42-Tunnel Oberdollendorf Galerie in Königswinter mit einer Länge von 275 Metern.
Die Sicherheitsbedenken der Verwaltung sind fundiert, da während des Warnstreiks die Überwachung der Tunnel nicht in vollem Umfang gewährleistet werden kann. Die Wiedereröffnung der betroffenen Tunnel ist für den Zeitpunkt nach Ende des Streiks geplant, vorausgesetzt, alle Sicherheitschecks werden erfolgreich absolviert.
Parallel zu diesen Maßnahmen richten sich die Streikaktionen auch gegen die Autobahnen. Um die Verkehrsinfrastruktur dennoch möglichst aufrechtzuerhalten und die Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer zu minimieren, hat die Autobahn GmbH des Bundes Notdienstvereinbarungen getroffen. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, aktuelle Informationen über die Plattform autobahn.de sowie über soziale Medien zu verfolgen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Zusätzlich zu den Herausforderungen im Straßenverkehr wird auch der Gesundheitssektor in Düsseldorf von Arbeitsniederlegungen betroffen sein. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat einen dreitägigen Warnstreik am Universitätsklinikum Düsseldorf angekündigt, was zu Verzögerungen bei geplanten Aufnahmen führen kann. Diese Streikaktion umfasst ebenfalls die Heinrich-Heine-Universität sowie Teile der Landesverwaltung in Düsseldorf.
Verdi fordert eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent für die über 920.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Trotz der wiederholten Klagen der Länder hinsichtlich knapper Haushaltsmittel herrscht vorsichtiger Optimismus, dass im Februar ein Verhandlungsergebnis erzielt werden könnte. Die Auswirkungen dieses Streiks auf die öffentlichen Dienstleistungen und die Reaktionen der betroffenen Institutionen werden aufmerksam beobachtet.