15. Januar, 2026

Technologie

Apple bringt Bewegung in die Kreativbranche: Neues Abonnement-Paket erhöht den Wettbewerbsdruck auf Adobe.

Apple, der Technologieriese aus Cupertino, richtet eine klare Botschaft an den Marktführer Adobe und die Entwickler von Musik-Apps: Mit der Einführung des innovativen Abonnement-Dienstes "Apple Creator Studio" will das Unternehmen seine Reichweite im kreativen Segment signifikant erweitern und setzt dabei neue Maßstäbe in der Branche. Dieses strategisch geplante Angebot steht ab Ende Januar zur Verfügung und vereint die Zugangsrechte zu einer Reihe renommierter Softwarelösungen. Dazu gehören das herausragende Videoschnitt-Programm Final Cut Pro, die vielseitige Bildbearbeitungs-App Pixelmator Pro sowie die professionelle Musikaufnahme-Software Logic Pro.

Das Abonnement wird zu einem attraktiven Preis von 12,99 Euro monatlich oder 129 Euro jährlich angeboten, was erheblich günstiger ist als die Preismodelle von Adobe. Mit diesem aggressiven Preisstrategieschritt zielt Apple klar darauf ab, eine größere Nutzerbasis anzusprechen und gleichzeitig seinen Einfluss und seine Präsenz im kreativen Sektor zu festigen. Neben der Preisgestaltung hebt Apple den Wert seines Angebots zusätzlich durch die Erweiterung der Funktionalität seiner bereits verfügbaren kostenfreien Büroanwendungen an, darunter die beliebte Textverarbeitungs-Software Pages.

Die Auswirkungen dieser Ankündigung waren auf dem Aktienmarkt deutlich zu spüren. Die Aktien von Adobe gerieten stark unter Druck und verbuchten im US-Handel einen Rückgang um fast drei Prozent. Gleichzeitig blieben die Wertpapiere von Apple in stabilen Wassern, was die Zuversicht der Investoren in die strategische Ausrichtung von Apple unterstreicht. Adobe-Anteilseigner zeigen sich angesichts der verstärkten Konkurrenz durch KI-gestützte Lösungen besorgt. Der Aktienkurs des Unternehmens ist mittlerweile auf 317 Dollar gefallen, was nur noch die Hälfte des Preises von vor zwei Jahren entspricht.

Mit diesem Vorstoß verfolgt Apple einen ehrgeizigen Plan: Das Unternehmen möchte die weit verbreitete Nutzung seiner Geräte – von iPhones über iPad-Tablets bis hin zu Mac-Computern – in der Kreativwirtschaft weiter monetarisieren und sein Softwaregeschäft entsprechend ausbauen. Daher könnte das Apple Creator Studio einen bedeutenden Wendepunkt in Apples Strategie darstellen und möglicherweise die Wettbewerbslandschaft im Kreativbereich nachhaltig verändern.