18. Februar, 2026

Wirtschaft

Anstieg im deutschen Wohnungsbau: Genehmigungszahlen verzeichnen erstmals seit Jahren Zuwachs.

Der Wohnungsbau in Deutschland verzeichnete im Jahr 2025 eine bemerkenswerte Erholung nach einem dreijährigen Abwärtstrend. Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes stieg die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen auf beeindruckende 238.500 Einheiten, was einem Anstieg von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieses Wachstum stellt eine Umkehr des rückläufigen Trends der vergangenen Jahre dar, in denen die Zahlen den niedrigsten Stand seit 2010 erreicht hatten. Erfreulicherweise ist dieser Aufwärtstrend sowohl im Neubau als auch im Umbau von Wohngebäuden zu erkennen, was auf eine breit angelegte Wiederbelebung des Sektors hindeutet.

Die Bundesbauministerin, Verena Hubertz (SPD), sieht in diesen Entwicklungen ein klares Anzeichen für eine Trendwende im Wohnungssektor. Besonders hervorzuheben ist das starke zweite Halbjahr, das mit einem Anstieg von 17,8 Prozent einen signifikanten Teil des Jahreswachstums ausmachte. Hubertz führt diese positive Entwicklung auf effektive politische Maßnahmen zurück, die nicht nur die Investitionsbereitschaft der Branche gestärkt haben, sondern auch zu einer spürbar besseren Stimmung führten. Dennoch betont sie, dass die tatsächliche Realisierung der genehmigten Bauprojekte Zeit in Anspruch nehmen wird.

Wie Branchenexperten einschätzen, werden in diesem Jahr voraussichtlich etwa 215.000 Wohnungen fertiggestellt werden, was immer noch deutlich unter dem angestrebten Niveau liegt und den Bedarf in städtischen Ballungsräumen wie München, Frankfurt und Berlin nicht vollständig decken kann. Der Mangel an erschwinglichem Wohnraum in diesen Bereichen bleibt eine akute Herausforderung. Die aktuelle schwarz-rote Koalition hat sich daher das Ziel gesetzt, den Wohnungsbau durch effizientere Genehmigungsverfahren weiter zu beschleunigen.

Ministerin Hubertz gibt sich zuversichtlich, dass sich der positive Trend im Jahr 2026 fortsetzen wird. Allerdings erwarten Fachleute aus der Branche, dass die umfassenden Auswirkungen dieses sogenannten „Bau-Turbos“ erst in den Jahren 2027 und 2028 voll zum Tragen kommen. Die vorliegenden Zahlen belegen, dass im Jahr 2025 insgesamt 194.200 Wohnungen in neu zu errichtenden Gebäuden genehmigt wurden, was einem bemerkenswerten Anstieg von 13,2 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Innerhalb dieses Wachstumssegmente legten Einfamilienhäuser mit einem Zuwachs von 17,2 Prozent auf 44.500 Einheiten stark zu. Die Zahl neuer Zweifamilienhäuser blieb mit 12.600 fast unverändert. Besonders bei Mehrfamilienhäusern, die zahlenmäßig die stärkste Kategorie darstellen, stiegen die Genehmigungen um 12,1 Prozent auf 128.100 Wohnungen an.