14. Januar, 2026

Wirtschaft

Anstieg der Heizkosten: Verbraucher sehen sich höheren Ausgaben gegenüber

Die Heizkosten des vergangenen Jahres verdeutlichen eine zunehmende finanzielle Belastung für Verbraucher in Deutschland, wie aktuelle Berechnungen von Verivox und Techem belegen. Diese Daten, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) im Voraus zur Verfügung gestellt wurden, bieten einen fundierten Einblick in die finanziellen Herausforderungen, die auf die deutschen Haushalte zukommen.

Für einen Musterhaushalt, der eine Gasheizung nutzt und einen Verbrauch von rund 20.000 Kilowattstunden aufweist, zeigen Berechnungen von Verivox eine Preissteigerung von annähernd 13 Prozent. Diese Entwicklung ist primär auf den erhöhten Energiebedarf infolge eines besonders kalten Februars sowie eines unerwarteten Frost- und Schneeeinbruchs im November zurückzuführen. Diese klimatischen Begebenheiten wurden durch einen leichten Anstieg der Gaspreise begleitet. Haushalte, die auf Heizöl setzen, sehen sich hingegen mit einer durchschnittlichen Kostensteigerung von etwa vier Prozent konfrontiert, bleiben aber dennoch im Vorteil, da das Heizen mit Öl weiterhin kostengünstiger als mit Gas ist.

Techems Prognose für das Jahr 2025 sieht im Vergleich zu 2024 einen durchschnittlichen Anstieg der Heizkosten um 8,6 Prozent voraus. Besonders Haushalte, die auf Fernwärme setzen, sind von einer erheblicheren Preissteigerung betroffen, die sich auf 13,2 Prozent beläuft. Die Analyse von wetterbedingten Faktoren, die auf Basis des EU-Verbraucherpreisindex und Daten von meteostat.net durchgeführt wurde, zeigt, dass die niedrigeren Temperaturen den Trend gesunkener Energiepreise abschwächen. Im Vergleich dazu werden Ölheizungen lediglich einen moderaten Preisanstieg von 2,4 Prozent erleben.

Die regionale Analyse von Techem hebt deutliche Unterschiede innerhalb Deutschlands hervor: Verbraucher im südlichen Bundesland Baden-Württemberg müssen sich auf einen signifikanten Anstieg von ungefähr 14 Prozent einstellen. Ähnlich hart betroffen sind Sachsen und Sachsen-Anhalt, die ebenfalls vor zweistelligen Kostensteigerungen stehen. Der Norden Deutschlands, insbesondere Schleswig-Holstein, könnte hingegen von einem milderen Anstieg der Heizkosten profitieren, der mit knapp drei Prozent relativ moderat ausfällt.