10. Februar, 2026

Wirtschaft

Anstieg der Heizkosten in Deutschland aufgrund kälterer Witterungsverhältnisse

Der Januar 2026 brachte in den östlichen und nördlichen Regionen Deutschlands frostige Temperaturen, die zu einem signifikanten Anstieg des Heizenergieverbrauchs führten. Eine umfassende Analyse des Energiedienstleisters Techem legt nahe, dass Haushalte sich auf markant erhöhte Heizkosten einstellen müssen, die im Vergleich zu den Vorjahren deutliche Zuwächse verzeichnen. Die Erhebung zeigt auf, dass insbesondere Thüringen mit einem kräftigen Anstieg von 34,5 Prozent im Heizenergieverbrauch den Spitzenplatz einnimmt, gefolgt von Brandenburg mit einem Zuwachs von 29,2 Prozent und Berlin mit 18,1 Prozent. Sachsen registrierte ebenfalls einen merklichen Anstieg von 16,5 Prozent.

Im Gegensatz dazu blieb der Verbrauchszuwachs in westlichen Bundesländern verhältnismäßig moderat. Nordrhein-Westfalen verzeichnete lediglich eine Steigerung von 2,2 Prozent, während es im Saarland zu einem Anstieg von 3,5 Prozent kam. Diese Daten basieren auf der Untersuchung von rund 2 Millionen Wohnungen durch Techem, wobei unterschiedliche Energieträger berücksichtigt wurden. Für eine belastbare Datengrundlage wurde in jedem Bundesland mindestens auf 8.900 Wohneinheiten zugegriffen.

Die Prognosen, die sich aus diesen Daten ableiten lassen, sind besorgniserregend. Für Thüringen wird ein Anstieg der Heizkosten um mehr als 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Brandenburg könnte mit einer Steigerung von 26,5 Prozent konfrontiert sein, während in Berlin und Sachsen Anstiege von jeweils 15,6 Prozent und 14 Prozent prognostiziert werden. Diese Zahlen beruhen auf den durchschnittlichen Energiepreisen vergangener Jahre, da Verbraucherpreise nicht monatlich, sondern auf Basis jährlicher Durchschnittswerte kalkuliert werden.

Bereits im Jahr 2025 war ein durchschnittlicher Anstieg der Heizkosten um 8,6 Prozent zu verzeichnen, wie frühere Erhebungen von Techem offenlegen. Dabei waren insbesondere Haushalte, die Fernwärme nutzen, mit einer Zunahme von 13,2 Prozent betroffen. Diese Entwicklungen stellen viele Haushalte vor erhebliche finanzielle Herausforderungen, da die Belastung durch steigende Heizkosten einen wesentlichen Teil der monatlichen Ausgaben ausmacht.