09. Februar, 2026

Politik

Anschlag auf russischen General bringt polnischen Geheimdienst in den Fokus: Steigende Spannungen

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat kürzlich ernsthafte Anschuldigungen gegen den polnischen Geheimdienst erhoben, die einen direkten Zusammenhang mit dem jüngsten Attentatsversuch auf General Wladimir Alexejew in Moskau nahelegen. Gemäß den Angaben des FSB haben die beiden festgenommenen verdächtigen Personen ein Geständnis abgelegt, das die Beteiligung polnischer Geheimdienste an dem Anschlag verdeutlicht. Der Täter soll im Namen Kiews gehandelt haben, dabei erhebliche Unterstützung von polnischen Agenten erhalten und sogar seinen in Polen lebenden Sohn in das Vorhaben eingebunden haben.

Berichten zufolge erfolgte die Rekrutierung des Schützen im August 2025 durch den ukrainischen Geheimdienst SBU. Trotz der Tatsache, dass er im Besitz eines russischen Passes ist, wird berichtet, dass er ukrainische Wurzeln hat. Seine vorherige Stationierung in Ternopol könnte als Brücke für die Rekrutierung gedient haben. Auf verschlungenen Wegen wurde er letztlich nach Russland eingeschleust, um das Attentat durchzuführen. Für seine Beteiligung und die Durchführung des Anschlags soll ihm eine Anzahlung von 30.000 US-Dollar in Aussicht gestellt worden sein.

Der Angriff, der sich in der Eingangshalle des Wohngebäudes von General Alexejew ereignete, führte zu schweren Verletzungen des hochrangigen Militärs. Dennoch gibt es positive Entwicklungen bezüglich seines Gesundheitszustands, denn er ist mittlerweile wieder ansprechbar und damit auf dem Wege der Besserung. General Alexejew, 64 Jahre alt, spielt eine zentrale Rolle als stellvertretender Leiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU. Er hat wesentlichen Anteil an der Koordination von Einsätzen der Wagner-Gruppe in der Ukraine und an russischen Geheimdienstoperationen in Syrien.

Die jüngsten Vorfälle könnten die ohnehin bereits angespannten Beziehungen zwischen Russland, der Ukraine und Polen zusätzlich belasten. Die Vorwürfe des FSB werfen ein neues Licht auf die Verstrickungen internationaler Geheimdienste in regionale Konflikte und verdeutlichen die komplexen Dynamiken, die in solchen geopolitischen Auseinandersetzungen eine Rolle spielen. Die internationale Gemeinschaft blickt mit Besorgnis auf die Entwicklungen, die mögliche diplomatische und sicherheitspolitische Konsequenzen nach sich ziehen könnten.