09. Januar, 2026

Wirtschaft

Anhaltender Aufschwung der Start-up-Szene in Deutschland trotz wirtschaftlicher Herausforderungen

Die Gründung neuer Start-ups in Deutschland hat im letzten Jahr einen bemerkenswerten Höchststand erreicht, wie aus einer umfangreichen Analyse hervorgeht, die der Startup-Verband in Zusammenarbeit mit der Plattform startupdetector erstellt hat. Insgesamt wurden 3.568 neue Wachstumsunternehmen ins Leben gerufen, was einem eindrucksvollen Zuwachs von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024 entspricht. Dieser Zuwachs übertrifft sogar die Zahlen des Boom-Jahres 2021, als die durch die Pandemie beschleunigte Digitalisierung den Aufstieg neuer Geschäftsfelder wie Lieferdienste und Finanz-Apps begünstigte. Der jüngste Aufschwung ist maßgeblich auf die gegenwärtige Begeisterung für künstliche Intelligenz zurückzuführen, die nicht nur die Gründungsprozesse vereinfacht, sondern auch innovative Geschäftsmodelle fördert.

Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche, Mitglied der CDU, zeigte sich äußerst erfreut über diesen vielversprechenden Start in das neue Jahr. Sie unterstrich in ihren Aussagen, dass neue Unternehmensgründungen nicht nur Innovationskraft und Wirtschaftswachstum mit sich bringen, sondern auch die Schaffung zahlreicher neuer Arbeitsplätze begünstigen. Um diesen positiven Trend weiterzuführen, engagiert sich die Bundesregierung aktiv für die Unterstützung der Start-up-Szene. Dies beinhaltet insbesondere verstärkten Zugang zu Wagniskapital, eine Reduzierung bürokratischer Hürden, die Förderung von Talenten sowie die Entwicklung eines eng vernetzten Start-up-Ökosystems.

Besonders hervorstechen in diesem Gründungsboom sind die Regionen Berlin und Bayern. Berlin führt die Liste mit 619 neu registrierten Start-ups an, während München in Bezug auf die Gründungen pro Kopf sogar die Liste anführt. Der Süden Deutschlands, insbesondere Bayern und auch Sachsen, zeigt demonstratives Wachstum. Auffällig ist der Erfolg von Universitätsstädten wie Aachen und Potsdam, der die zentrale Rolle von Wissenschaft und Innovation als treibende Kräfte der Start-up-Entwicklung verdeutlicht.

Die Untersuchung hebt außerdem hervor, dass 27 Prozent der neu gegründeten Unternehmen künstliche Intelligenz als Kern ihrer Geschäftsmodelle nutzen. Neben der Nutzung in der Softwarebranche finden sich KI-Technologien auch in den Bereichen Medizin und Industrie wieder. Arnas Bräutigam von startupdetector betont die entscheidende Bedeutung von KI für die Entwicklung zukunftsorientierter Unternehmenslösungen.

Ein interessanter Aspekt ist die derzeitige wirtschaftliche Lage, die Menschen vermehrt dazu anregt, neue Wege zu gehen und eigene Unternehmen zu gründen. Zudem hebt die Förderbank KfW hervor, dass sich die Finanzierungsmöglichkeiten für vielversprechende Start-ups merklich verbessert haben, was es neuen Gründern erleichtert, dringend benötigtes Kapital zu erlangen. Dies stellt einen weiteren wichtigen Faktor dar, der den aktuellen positiven Trend unterstützt und die Start-up-Landschaft in Deutschland nachhaltig belebt.