13. Februar, 2026

Politik

Änderung der US-Klimapolitik stößt auf weltweite Kritik

Der klimapolitische Kurs der gegenwärtigen US-Regierung unter der Führung von Präsident Donald Trump steht zunehmend im Fokus internationaler Kritik. Bundesumweltminister Carsten Schneider von der SPD äußerte tiefgehende Besorgnis hinsichtlich der jüngsten Entscheidung der Trump-Administration, eine fundamentale Grundlage für die Regulierung von Treibhausgasen abzuschaffen. Schneider sieht in diesem Schritt eine ideologisch geprägte Entscheidung, deren primärer Zweck darin besteht, den Verkauf fossiler Brennstoffe wie Öl und Gas zu fördern.

Im Zentrum dieser Kontroverse steht die Entscheidung der US-Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA), ihre bisherige wissenschaftliche Einschätzung zurückzunehmen, wonach Treibhausgase eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. Diese Einschätzung, bekannt als „Endangerment Finding“, wurde 2009 als rechtliche Basis etabliert, um die Emission von CO2 und anderen Treibhausgasen in den USA regulieren zu können. Der Widerruf dieser Feststellung könnte erhebliche Folgen für die Fähigkeit der USA haben, ihre Emissionen zu kontrollieren und zu begrenzen.

Im Gegensatz zur aktuellen Politik der USA hält Europa fest an der Erreichung seiner Klimaziele. Bundesminister Schneider unterstrich, dass Europa weiterhin auf wissenschaftlich fundierte und verantwortungsvolle Entscheidungen setzt, die sowohl den Menschen in Europa als auch weltweit zugutekommen. Die Europäische Union hat sich verpflichtet, ihre Emissionen jährlich zu reduzieren und unterstützt aktiv Maßnahmen zum Klimaschutz. Diese Verpflichtung wird von einem klaren Bekenntnis zur Wissenschaft getragen, das in scharfem Kontrast zur aktuellen US-Politik steht.

Ein Regierungssprecher der Bundesregierung bestätigte diesen Kurs und hob hervor, dass die politischen Entscheidungen Deutschlands strikt auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Diese wiederspiegeln einen breiten Konsens über den menschengemachten Klimawandel. Angesichts dessen, dass die USA nach China der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen weltweit sind, wird das Vorgehen der Trump-Administration besonders kritisch betrachtet. Die internationalen Reaktionen auf diese Entwicklungen signalisieren eine zunehmende globale Besorgnis über die möglichen Auswirkungen der US-amerikanischen Umweltpolitik auf das weltweite Klimasystem.