02. Mai, 2026

Wirtschaft

Alibaba verabschiedet sich von Intime-Kaufhaus-Kette und schreibt 1,3 Milliarden Dollar ab

Alibaba verabschiedet sich von Intime-Kaufhaus-Kette und schreibt 1,3 Milliarden Dollar ab

Alibaba, das chinesische Internet-Imperium, trennt sich von seiner Intime-Kaufhauskette und sieht sich dabei mit einem Verlust von beeindruckenden 1,3 Milliarden Dollar konfrontiert. Die Entscheidung, Intime zu veräußern, kommt sechs Jahre, nachdem Alibaba das Einzelhandelsunternehmen für das Doppelte dieser Summe erworben hatte – in einer damaligen Strategie, sich im stationären Handel zu etablieren.

Nun hat sich Alibaba dazu entschlossen, diesen Weg zu korrigieren und seine bisherigen Anstrengungen im Bereich der Umstrukturierung zu intensivieren. Das Hauptaugenmerk liegt nun darauf, das Kerngeschäft des E-Commerce zu stärken. Erst im letzten Monat kündigte das Unternehmen an, seine chinesischen und internationalen Plattformen zu einer einzigen Einheit zu vereinen, als Teil der weitreichendsten Umgestaltungsmaßnahme in der Firmengeschichte.

Diese Umstrukturierung erfolgt in einem herausfordernden Umfeld, das von harten Wettbewerbern wie Temu und TikTok bestimmt wird. Diese Konkurrenten richten sich insbesondere an preisbewusste Konsumenten mit verlockenden Angeboten, die von Kopfhörern bis zu Pullovern reichen.

Hinzu kommt eine schwächelnde Konsumneigung der chinesischen Verbraucher, die den gesamten Einzelhandel belastet. Der Verkauf von Intime erfolgt an ein Konsortium, das aus dem chinesischen Bekleidungshersteller Youngor Fashion und Mitgliedern des Managements der Kaufhauskette besteht.

Darüber hinaus erwägt Alibaba, sich von weiteren Vermögenswerten zu trennen, darunter das Lebensmittelgeschäft Freshippo. Bereits im April hatte Alibaba-Mitgründer Jack Ma seine Unterstützung für die Umstrukturierungsbemühungen in einem ausführlichen Memo an die Mitarbeiter bekräftigt und eingeräumt, dass in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden.