Eine US-Mission mit dem Ziel einer ersten erfolgreichen kommerziellen Landung auf dem Mond ist gestartet. Am Montagmorgen hob die Rakete 'Vulcan Centaur' des Herstellers ULA mit dem Lander 'Peregrine' an Bord erfolgreich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab. Das unbemannte Raumfahrzeug, das dem US-Unternehmen Astrobotic gehört, soll am 23. Februar in der Sinus Viscositatis (Bucht der Klebrigkeit) landen. Diese Mission markiert die erste Mondlandung der Vereinigten Staaten seit den Apollo-Missionen vor über 50 Jahren. Mit diesem Schritt betreten private Unternehmen erneut das Terrain der Raumfahrtindustrie. Ein ähnlicher Versuch einer kommerziellen Mondlandung scheiterte im vergangenen Jahr durch eine fehlerhafte Höhenberechnung des Landers. Die Kooperation zwischen der NASA und privaten Unternehmen hat sich als effizient und kostensparend erwiesen. Private Firmen wie SpaceX von Milliardär Elon Musk sind seit Jahren bestrebt, den Mond zu erkunden und andere Raumfahrtprojekte zu realisieren. Die NASA erhofft sich von dieser Zusammenarbeit neue Erkenntnisse, die bei zukünftigen bemannten Mondmissionen von Nutzen sein können. Der Lander 'Peregrine' bietet auch Privatpersonen die Möglichkeit, Raum für den Transport von Material zum Mond zu erwerben. Die NASA selbst plant, im Rahmen der Mission die Mondexosphäre zu untersuchen und thermische Eigenschaften sowie den Wasserstoffgehalt des Mondmaterials zu erforschen. Zudem sollen moderne Solaranlagen getestet werden. Diese Kooperation zwischen der NASA und Astrobotic eröffnet dem privaten Unternehmen eine einzigartige Gelegenheit, seinen technischen Fortschritt unter Beweis zu stellen. Im Rahmen des 'Artemis'-Programms plant die NASA, bis Ende 2024 mit der Mission 'Artemis 2' drei Männer und eine Frau um den Mond zu schicken. 2025 soll dann die Mission 'Artemis 3' folgen, bei der nach über 50 Jahren erstmals wieder Astronauten auf dem Mond landen sollen. Hierbei wird es eine Premiere geben, denn erstmals wird auch eine nicht-weiße Person auf dem Mond landen. 'Artemis' strebt letztendlich die Errichtung einer permanenten Mondbasis an, um zukünftige bemannte Missionen zum Mars zu ermöglichen. Eine Kontroverse entstand in den USA, da menschliche und tierische Asche mit der Mission zum Mond transportiert werden sollen. Für einige Ureinwohner, wie beispielsweise der Präsident der Navajo Nation im Bundesstaat Arizona, stellt dies eine Entweihung dar. Der Mond wird in ihrer Kultur als heilig angesehen. Sie äußerten ihren Unmut gegenüber der NASA in einem Beschwerdebrief.